Huawei TaiShan

TaiShan ist Huaweis Serverlinie auf ARM-Basis, angetrieben von der Kunpeng-Prozessorfamilie. Viele Kerne, hohe Speicherbandbreite und bemerkenswerte Energieeffizienz machen die Plattform ideal für Cloud-native Workloads, Big Data und verteilte Systeme. Was fehlte, war ein sauberes Debian. Genau das haben wir gebaut.

Drei Systeme, ein Treiber-Stack

Debian, Proxmox VE oder Ubuntu

Unsere TaiShan-Portierung läuft in drei Varianten: als schlankes, natives Debian 13 auf der Bare-Metal-Hardware, als Virtualisierungs-Host unter Proxmox VE und als Ubuntu 26.04 LTS Server. Dieselben angepassten Treiber, ein gemeinsamer Unterbau.

Bare-Metal

Natives Debian 13

Debian 13 „trixie“

Direkt auf der TaiShan-Hardware. Erfolgreich verifiziert, inklusive hiraid-DKMS-Paket und angepasster Netinst-Medien, schlank für Server-Workloads, Container und Cloud-native Stacks.

Virtualisierung

Proxmox VE 9.2

ARM64, verifiziert

Der TaiShan-Server als Virtualisierungs-Host für VMs und Container. Erfolgreich verifiziert, inklusive DKMS-Integration und angepasstem ISO-Installer.

Bare-Metal

Ubuntu 26.04 LTS

ARM64, verifiziert

Ubuntu Server direkt auf der TaiShan-Hardware. Erfolgreich verifiziert, mit angepasstem Installer und eingebundenem hiraid-Treiber für die Installation aufs RAID-Volume.

Die TaiShan-Plattform im Überblick

ArchitekturARM64 mit Huawei-Kunpeng-Prozessoren
Modellvielfalt1-HE-, 2-HE- und 4-HE-Rack-Server sowie High-Density-Systeme
Prozessoren1 bis 4 Sockel, bis zu 64 Kerne pro CPU, SMT mit zwei Threads pro Kern bei aktuellen Kunpeng-Generationen
ArbeitsspeicherDDR5 bei aktuellen Generationen, acht und mehr Speicherkanäle pro CPU
MassenspeicherNVMe-, SAS- und SATA-Konfigurationen mit Hot-Swap, bis zu 24× NVMe in 2 HE
I/O & NetzwerkPCIe-4.0-Erweiterung und neuer, 10GE/25GE bis 100GE
VerfügbarkeitRedundante Netzteile und Lüfter (N+1), Hot-Swap-Komponenten
EinsatzfelderCloud-native Workloads, Big Data, verteilter Storage, Datenbanken, Virtualisierung

Angaben variieren je nach Modell und Generation. Details auf der Huawei-Produktseite.

Server-Familien

Für Europa hat Huawei aktuell zwei Modelle der TaiShan-200-Serie im Programm: den ausgewogenen Allrounder 2280 V2 und den speicherdichten 5280 V2. Mit TaiShan 500 startet gerade die nächste Generation. Debian 13 läuft auf der gesamten Kunpeng-basierten Linie.

2 HE · 2 Sockel

TaiShan 200 2280 V2

Balanced

Der Allrounder. Zwei Kunpeng-920-Sockel im 2-HE-Gehäuse, ausgewogen für Big Data, Software-defined Storage, Web und Virtualisierung. In Europa verfügbar.

4 HE · 2 Sockel

TaiShan 200 5280 V2

Storage

Auf Kapazität ausgelegt. Hohe Laufwerksdichte im 4-HE-Gehäuse für Big-Data-Analysen, verteilten Storage und Backup. In Europa verfügbar.

Neue Serie

TaiShan 500

Markteinführung läuft

Die nächste Servergeneration, vorgestellt auf dem MWC 2026. Die Serie deckt vom Einstieg bis zum High-End alle Leistungsklassen ab und wird derzeit eingeführt.

Modellangaben nach Hersteller- und Partnerinformationen, Stand September 2026. Verfügbarkeit und Ausstattung variieren je nach Region und Konfiguration.

Was die Portierung besonders macht

Engineering-Highlights

Die TaiShan-Treiber liefen ursprünglich nur auf dem Linux-6-Kernel. Der Sprung auf Kernel 7.x war echte Kleinarbeit. Das sind die wichtigsten Punkte.

Kernel 6 → 7

Portiert auf Kernel 7.x

Die Treiber waren für den Linux-6-Kernel gebaut. Wir haben sie an die tiefgreifend umgebaute SCSI- und Block-Layer-Schnittstelle des Kernel 7.x angepasst.

RAID-Controller

Der RAID-Controller als größte Hürde

Der Huawei SP686C löste beim Booten einen Kernel-Panic aus. Wir haben den hiraid-Treiber sauber neu angebunden, das RAID-Volume ist zuverlässig verfügbar.

Hardware-Erkennung

Korrekte CPU-Erkennung

Die Kunpeng-Prozessoren werden zuverlässig erkannt und initialisiert, inklusive SMT: Zwei Threads pro Kern (das Hyper-Threading-Prinzip) stehen unter Debian, Proxmox VE und Ubuntu als logische Prozessoren bereit. Die Grundlage für stabilen Betrieb auf der ARM64-Plattform.

DKMS

Update-sicher statt Handarbeit

Der Treiber steckt in einem DKMS-Paket. Bei jedem Kernel-Update baut das System das Modul automatisch neu, ohne manuelle Nacharbeit.

Installer

Installation direkt aufs RAID

Das Modul ist in Live-Umgebungen und Ramdisks der Installationsmedien eingebunden. Das RAID-Array steht schon beim Booten als Root-Laufwerk bereit.